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Kultur > Museen > Kunstmuseen

Mario Bernasconi Museum

Das Museum enthält die Privatsammlung des Schweizer Bildhauers Mario Bernasconi (1899-1963) und dessen Ehefrau Irma Bernasconi-Pannes (1902-1971), die sich als Malerin einen Namen gemacht hat.

Mario Bernasconi wurde 1899 in Pazzallo im Haus gegenüber dem Museum geboren. Er genoss seine Ausbildung bei Luigi Vassalli und später bei Giuseppe Foglia, lernte Marmor und Ton zu bearbeiten. Er zeichnete Flachreliefs, machte Studien über den menschlichen Körper und war sehr überzeugt, dass dies sein Weg war. Mit zweiundzwanzig Jahren bekam er das erste staatliche Stipendium, das ihm drei Jahre lang stets erneuert wurde; Diese und andere Werke schuf er während der ersten Jahre in Pazzallo - es sind vermutlich seine besten. Kämpfe, Leiden und manchmal auch Hunger begleiteten die Entstehung dieser Arbeiten, aber auch viele Zukunftsträume und Hoffungen. Diese Werke sahen und erlitten viele Umzüge und Reisen in der Schweiz und im Ausland. Bernasconi machte Studienreisen - er bevorzugte Siena und Florenz - und bildete sich durch den Kontakt mit Künstlern und Intellektuellen weiter. Er arbeitete in der Zentralschweiz, in Zürich, Bern und Glarus. 1925 schuf er das Werk „Il curato di campagna“ („der Landpfarrer“). 1927 öffneten sich ihm neue Horizonte: Durch die Heirat mit Irma Pannes siedelte er nach Deutschland über. Erste Etappe: Berlin, dann Breslau, Krefeld, Frankfurt, Düsseldorf, Wiesbaden, Freiburg, Darmstadt und letzte Station München, wo er die Möglichkeit hatte, in der Staatlichen Kunstausstellung Werke zu präsentieren. Er reiste nach Paris. Arbeitete, hörte auf, begann von neuem, zerstörte viele Werke, rekonstruierte. Er säte wo immer er auch lebte und überliess guten Häusern seine Arbeiten. Er nahm an vielen Ausstellungen teil, verschiedene Zeitungen redeten über ihn. Viele bedeutende Kritiker schrieben über den jungen Bildhauer. Endlich kehrte er in seine Heimat zurück, die er so liebte und von der er sich nur schweren Herzens trennte. Seine Heimat, in der es vor allem für einen Künstler schwer war, Karriere zu machen und sich durchzusetzen. Bernasconi war ein einfacher und gesunder Künstler, denn er war ein einfaches und gesundes Kind des Tessins. Irma Bernasconi Pannes wurde am 19. Februar 1902 in Krefeld, einer Stadt des unteren Rheins in der Nähe von Holland geboren. Luigi Caglio schrieb: "Irma Bernasconi Pannes, die aus einer noblen deutschen Familie stammt, verdient es, erwähnt zu werden, unter anderem, da sie sich mit Inbrunst um die Karriere ihres Mannes Mario Bernasconi bemüht hat. In den Jahren nach Ableben ihres Gatten bis zu ihrem eigenen Tod trieb sie in Erinnerung an ihren Mario einen Kult, der ihren edlen Geist zum Ausdruck brachte ". Irma heiratete Mario 1927. Sie fuhren sofort nach Deutschland und hielten sich lange Zeit in Berlin auf. Mario konnte so seinen Horizont erweitern und Kunstwerke schaffen. Irma war ihm dabei eine grosse Hilfe. Zwischen den Ausstellungen entstanden Freundschaften mit herausragenden Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Literatur, wie die Schriftsteller Carl Zuckmayer und Erich Maria Remarque. Von dort aus unternahmen sie verschiedene Reisen nach Frankfurt, München und Paris. 1929 kehrten sie ins Tessin zurück und lebten in der schönen Region Capriasca. In Cureglia begann Irma 1937 künstlerisch aktiv zu werden. Sie machte kleine Skulpturen, die vorwiegend Frauen darstellten, z. B. „La Ticinese“ (die Tessinerin), „Madre e Bambino“ (Mutter und Kind), „La Lavandaia“ (die Waschfrau) und andere. Für die Skulptur "La lettrice sdraiata" (die liegende Leserin) erhielt Irma 1939 (als einzige Frau) den Preis der Zürcher Ausstellung (Landi). 1940 entschied Irma, sich ganz der Malerei zu widmen. Im Tessin hatte sie einen durchschlagenden Erfolg. Sie malte Landschaften, die mehrere Male in den Ausstellungen der Società di Belle Arti zu sehen waren, an der Schweizer Kunstmaler, Bildhauer und Architekten teilnahmen. Sie präsentierte ihre Werke auch in der Società delle pittrici Svizzere, im Lyceum Club und auch in eigenen Ausstellungen aus, für die sie stets hervorragende Kritiken erhalten hat.

ÖFFNUNG
Öffnung auf Anfrage bei Frau Sandra Pagnamenta, tel. +41 (0)91 994 19 47

PREISE
Freier Eintritt mit Voranmeldung.

ANMERKUNGEN
Mostra permanente: Collezione di opere e sculture del pittore Mario Bernasconi e moglie Irma Bernasconi Pannes.

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Pazzallo Museo Mario Bernasconi
Piazzetta Mario Bernasconi 9
6912 Pazzallo

Tel. +41 (0)91 994 19 47
www.museomariobernasconi.com

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